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Stadtpolizei verhaftet Trick-Betrüger nach Geldübergabe

20. Mai 2016 | von | Kategorie: Unfälle & Verbrechen

Neue Variante der „Enkeltrickbetrüger“:
Am 17. Mai 2016 verhaftete die Stadtpolizei Zürich im Kreis 3 einen Trick-Betrüger, der sich fälschlicherweise als Polizist ausgegeben hatte und dadurch einer Frau CHF 100‘000.– abgeluchst hatte.

Am 13. Mai 2016 um ca. 2030 Uhr erhielt eine im Kreis 3 wohnhafte Frau einen Telefonanruf eines Unbekannten. Der Anrufer gab sich als „Inspektor Huber“ vom „Betrugsdezernat 425“ aus und sagte der Frau, dass kriminielle Personen versuchen würden, Geld von ihrem Bankkonto abzuheben. Der falsche Polizist forderte die Frau auf, schrittweise Geld von ihrem Konto abzuheben und es in sichere Hände zu geben. Er brachte die Geschädigte dazu, ihre Bank aufzusuchen, wo sie sich 20‘000 Franken ausbezahlen liess und gleichentags an „Inspektor Huber“ übergab.
Nach dieser Geldübergabe ging die Frau zur Regionalwache Wiedikon, erkundigte sich dort nach Inspektor Huber und wollte wissen, ob das ihr Erzählte der Wahrheit entsprechen würde. Sie fiel beinahe aus allen Wolken, als sie erfahren musste, dass sie von einem fiesen Trick-Betrüger hereingelegt worden war. Weil die Täter nach erfolgreichen Geldübergaben erfahrungsgemäss wieder mit ihrem Opfer Kontakt aufnehmen, leiteten Detektive der Stadtpolizei Zürich entsprechende polizeiliche Massnahmen ein.
Zwei Tage später, also am Sonntag, 15. Mai 2016, erhielt die Geschädigte einen weiteren Anruf von „Inspektor Huber des Betrugsdezernats 425“. Er forderte die Frau erneut auf, weiteres Bargeld bei ihrer Bank abzuheben und in Sicherheit zu bringen. Abgemacht waren zuerst 560‘000 Franken, dieser Betrag wurde dann aber auf 100‘000 Franken reduziert. Am Dienstag, 17. Mai 2016, begab sich die Frau nach Absprache mit der Polizei wiederum zu ihrer Bank und hob dort die 100‘000 Franken in bar ab. Nach weiteren Telefonanrufen des Trick-Betrügers erschien dieser wieder an ihrem Wohnort, wo die Übergabe des Geldes erfolgte. Kurz nach der Geldübergabe konnte er durch Fahnder der Stadtpolizei Zürich angehalten und arretiert werden.
Mit dem 31-jährigen Türken wurde eine polizeiliche Befragung durchgeführt. Er verweigerte die Aussagen und wurde der Staatsanwaltschaft Zürich zugeführt.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, ob der Verhaftete in der letzten Woche noch weitere Personen telefonisch kontaktiert und sich damals als „Kommissar Bichler von der Kriminalpolizei“ ausgegeben hatte, um mit der gleichen Masche Geld zu ergaunern (siehe Medienmitteilung vom 17. Mai 2016, 1529 Uhr – Trick-Betrüger geben sich neuerdings als Polizisten aus).
Allfällige weitere Opfer werden ersucht, sich mit der Stadtpolizei Zürich, Telefon 0 444 117 117, in Verbindung zu setzen.

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