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Neue Züge für die Uetlibergbahn

8. Dezember 2019 | von | Kategorie: Aktuell

Die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU beschafft fünf neue Triebzüge für die Uetlibergbahn. Der Verwaltungsrat hat den Auftrag an Stadler vergeben. Die neuen Triebzüge Be570 sind baugleich wie die Zweispannungs-Triebzüge Be510, die seit dem Jahr 2014 erfolgreich im Einsatz stehen. Die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU muss die orangefarbenen Fahrzeuge Be520 und B220 der Uetlibergbahn altershalber ersetzen. 

Die mit dem Zürcher Verkehrsverbund abgestimmten, wesentlichen Eckwerte der Ausschreibung waren:

  • technisch und betrieblich optimiert für die Uetlibergbahn (Steigungen von bis zu 79 Promille)
  • behindertengerecht, unterhaltsfreundlich, infrastrukturschonend
  • ausgelegt für eine hohe Beförderungskapazität und kurze Fahrgastwechselzeiten
  • 100 % Niederflureinstiege und stehplatzoptimierte Einstiegszonen auf den Plattformen
  • voll klimatisiert
  • integriertes Fahrgastinformationssystem

 Zuschlag an Stadler

Den Zuschlag für den Bau der neuen Triebzüge erhielt Schienenfahrzeughersteller Stadler aus dem thurgauischen Bussnang. Der Vertrag wurde heute am Hauptsitz der SZU in Zürich unterzeichnet. Harald Huber, Verwaltungsratspräsident der SZU, meint dazu: «Die Beschaffung ist für die SZU ein weiterer grosser Modernisierungsschritt. Die kundenfreundlichen Triebzüge sind – zusammen mit der Umstellung des Stromsystems und den geplanten Doppelspurausbauten – ein wesentliches Element zur Verbesserung des Angebotes und der Pünktlichkeit.» «Wir freuen uns, dass die SZU weitere Züge für die Uetlibergbahn bestellt. Mit diesen Zügen für den Hausberg der Limmatstadt wird die Flotte der Stadler-Stadtbahnfahrzeuge in der Stadt Zürich weiter verstärkt», sagt Christian König, Leiter Verkauf Schweiz bei Stadler.

Beschaffungskosten von 46,7 Millionen Franken

Die Beschaffungskosten für die fünf dreiteiligen Gelenktriebzüge, die sowohl in Einzel – als auch in Doppeltraktion verkehren können, betragen 46,7 Millionen Franken. Die Be 570 sind jeweils 50 Meter lang und verfügen über 143 Sitzplätze und 187 Stehplätze.

Auslieferung ab November 2021

Nach der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung sieht der Terminplan die Auslieferung des ersten Triebzuges im November 2021 vor. Die ersten Monate werden für Typentests, fahrdynamische Inbetriebsetzung und behördliche Abnahmen benötigt. Danach folgen die weiteren Züge. Die Betriebsaufnahme mit allen Triebzügen im fahrplanmässigen Regelbetrieb ist ab Juli 2022 vorgesehen. Die heutigen Fahrzeuge Be520 und B220 werden dann ausgemustert.



Stadtrat überweist Teilrevision Nutzungsplanung Friesenberg

8. Dezember 2019 | von | Kategorie: Bauen & Wohnen
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Teilrevision der Nutzungsplanung für das Quartier Friesenberg festzusetzen. Sie beinhaltet eine Zonenplanänderung und den Ergänzungsplan Städtebau. Diese ermöglichen eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des von den Siedlungen der Familienheim-Genossenschaft Zürich geprägten Wohnquartiers.

Die vom Stadtrat verabschiedete Teilrevision der Nutzungsplanung Friesenberg umfasst zwei Massnahmen: Einerseits eine Änderung des Zonenplans, die in bestimmten Gebieten anstatt zwei Vollgeschossen neu drei oder vier Vollgeschosse zulässt. Andererseits den «Ergänzungsplan Städtebau Quartier Friesenberg». Dieser enthält besondere Bauvorschriften – beispielsweise zu Bebauungsstruktur, baulicher Dichte, Strassenraumgestaltung, Erschliessung, Grünraumgestaltung und Baumschutz – und soll neu in die Bauordnung aufgenommen werden. Die Teilrevision Nutzungsplanung Friesenberg ist notwendig, um übergeordnete Richtplanungen und gesetzliche Vorgaben bezüglich Siedlungsqualität und massvoller Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungsgebiete umzusetzen. Die Nutzungsplanung fördert gemeinnützigen Wohnraum und schafft die Voraussetzungen für ein massvolles Bevölkerungswachstum bei gleichzeitiger Sicherung der städtebaulichen Qualitäten des Quartiers Friesenberg. Die Teilrevision Nutzungsplanung Friesenberg lag von Oktober bis Dezember 2018 öffentlich auf. Zeitgleich erfolgte eine Vorprüfung der Nutzungsplanung durch die kantonale Baudirektion, die eine Genehmigung in Aussicht stellte.

Masterplan FGZ

Die Teilrevision Nutzungsplanung Friesenberg basiert auf dem «Masterplan FGZ» (STRB Nr. 249/2016), dem der Stadtrat im März 2016 zugestimmt hat. Der Masterplan war im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses von der Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) und der Stadt Zürich zwischen 2012 und 2016 erarbeitet worden. Auslöser dafür war die langfristige Erneuerungsstrategie der FGZ, die Sanierungen und Ersatzneubauten vorsieht. Mit der Teilrevision soll ermöglicht werden, dass bis etwa zum Jahr 2050 zusätzliche 500 bis 700 Wohnungen entstehen (inklusive Ersatz von Etappe 1 und 2, siehe unten). Schrittweise soll so gemeinnütziger Wohnraum für 1400 bis 1900 zusätzliche Personen im Quartier geschaffen werden. Wann und für welche Siedlungen im Anschluss an die Teilrevision ein konkretes Projekt gestartet wird, obliegt der FGZ.

Massnahmen Denkmalpflege

Bereits 2016 hat der Stadtrat zudem gestützt auf die Gesamtschau im «Masterplan FGZ» denkmalpflegerische Massnahmen beschlossen und drei Siedlungen der Gartenstadt Friesenberg ins Inventar aufgenommen. Gegen den Verzicht einer Inventaraufnahme und Unterschutzstellung der beiden ältesten Etappen der FGZ (STRB Nr. 1027/2016) wurden Rechtsmittel ergriffen. Das Verfahren ist derzeit pendent vor Bundesgericht. Der Ausgang des hängigen Verfahrens hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die übrigen Festlegungen, weshalb diese umgesetzt werden sollen, um die angestrebte Entwicklung des Gebiets in den restlichen Bereichen zu ermöglichen. Über das weitere Vorgehen bei den beiden ältesten Etappen wird im Anschluss an den Bundesgerichtsentscheid befunden.



Rückbau von Gebäuden am Wydäckerring

8. Dezember 2019 | von | Kategorie: Bauen & Wohnen

Die ehemaligen Personalwohnungen des Triemlispitals am Wydäckerring 61a, 65a und 65b sind in schlechtem baulichem Zustand und werden rückgebaut. Das Grundstück wird in Zukunft Platz bieten für zusätzlichen Schulraum. Der Stadtrat genehmigt für den Rückbau gebundene Ausgaben von 1,98 Millionen Franken.

Die städtischen Wohnliegenschaften am Wydäckerring 61a, 65a und 65b sind Teil einer Gesamtüberbauung, die sich grösstenteils in Privatbesitz befindet. Sämtliche Gebäude sind in einem schlechten baulichen Zustand und werden abgebrochen. Die privaten Eigentümervertretungen werden ihre Liegenschaften durch Neubauten ersetzen, das frei werdende städtische Grundstück wird für zusätzlichen Schulraum genutzt. Zukünftig wird es der Erweiterung der angrenzenden Schulanlage Letzi dienen, die auf zusätzliche Fläche angewiesen ist.

Die städtischen Liegenschaften sind baulich eng mit den von den privaten Projekten betroffenen Gebäuden verbunden. Ihr Erhalt wäre deshalb mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden. Vom Rückbau betroffen sind 93 Einzimmerwohnungen, die 1973 als Personalwohnungen des Triemlispitals erstellt wurden, heute jedoch nicht mehr als solche genutzt werden. Der überwiegende Teil ist zurzeit befristet an das Jugendwohnnetz vermietet. Die 20 noch bestehenden unbefristeten Mietverträge wurden per Ende August 2020 gekündigt. Für den Rückbau hat der Stadtrat gebundene Ausgaben von 1,98 Millionen Franken bewilligt. Die Ausführung ist für die Jahre 2020/21 vorgesehen.



S10: Streckensperrungen Zürich HB–Zürich Binz am 2./3. und 9./10. November 2019

1. November 2019 | von | Kategorie: Aktuell

Wegen Unterhaltsarbeiten an den Bahnübergängen «Binzstrasse» und «Uetlibergstrasse» ist die Strecke der S10 auf dem Abschnitt Zürich HB–Zürich Binz (von und nach Uetliberg) an den Wochenenden vom 2./3. und 9./10. November 2019 in beiden Richtungen komplett gesperrt.

An den Bahnübergängen «Binzstrasse» und «Uetlibergstrasse» stehen Unterhaltsarbeiten an. Der Bahnschotter und die Schwellen werden altershalber ersetzt und die Schienen maschinell in die richtige Lage gebracht.

Wegen der Bautätigkeit ist die Strecke der S10 auf dem Abschnitt Zürich HB – Zürich Binz (von und nach Uetliberg) an den Wochenenden vom 2./3. und 9./10. November 2019 in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Reisende zwischen Zürich HB und Zürich Binz reisen mit Vorteil über Zürich Wiedikon. Es ist mit verlängerten Reisezeiten zu rechnen. Die Verbindungen können im Onlinefahrplan auf www.zvv.ch abgerufen werden.



Stadtspital Waid und Triemli: Zusammenführung schreitet voran

30. September 2019 | von | Kategorie: Gesundheit & Soziales
Das Stadtspital Waid und Triemli steht seit einem Jahr unter gemeinsamer Führung und tritt neu als ein grosses Zentrumsspital an zwei Standorten auf. Die standortübergreifende Zusammenführung der Departemente und Kliniken ist weit fortgeschritten und zeigt bereits Wirkung: Die Wirtschaftlichkeit konnte verbessert und die stationären Fallzahlen gesteigert werden – bei unverändert hoher medizinischer Qualität.

Die gemeinsame Führung, die Nutzung von Synergien und die abgestimmte Angebotsstrategie haben die Ausgangslage gemäss Stadtrat Andreas Hauri klar optimiert. Beide Standorte konnten ihre Wirtschaftlichkeit verbessern und weisen im stationären Bereich eine Zunahme aus. Gleichzeitig sind die Qualität der medizinischen Angebote und die Patientenzufriedenheit unverändert hoch. Das ist insbesondere für die Sicherung der kantonalen Leistungsaufträge 2023 von grosser Wichtigkeit. Trotz der erfreulichen Resultate bleiben Herausforderungen wie Kostendruck, neue regulatorische Anforderungen und Fachkräftemangel in spezialisierten Bereichen weiterhin bestehen.

Schrittweise Zusammenführung der Bereiche

Wie sich die Zusammenführung der beiden Spitäler in der Praxis gestaltet, erklärt Spitaldirektor André Zemp: «Uns ist wichtig, dass wir nahtlos ineinandergreifende Prozesse etablieren und Doppelspurigkeiten vermeiden. Neu führen wir alle Departemente und Abteilungen standortübergreifend – das gilt für die medizinischen wie auch nicht-medizinischen Bereiche.» Beispielsweise führt das Stadtspital Waid und Triemli heute nur noch eine Personalabteilung, die für beide Standorte verantwortlich ist. Auch Abteilungen wie Einkauf und Strategie sowie alle medizinischen und pflegerischen Bereiche sind neu standortübergreifend organisiert. Dies führt langfristig nicht nur zu einer wirtschaftlichen Optimierung, sondern auch zu einer Bündelung des Wissens – insbesondere in spezialisierten Bereichen –, attraktiveren Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende und eine noch bessere und individuellere Betreuung der Patientinnen und Patienten. «Durch die gemeinsame Planung sowie die Abstimmungen der verschiedenen Dienstleistungen und Angebote ist in praktisch allen Bereichen eine Effizienzsteigerung und Synergienutzung möglich», erklärt Zemp.

Grundlage für Überführung in öffentlich-rechtliche Anstalt

Um mit der Veränderungsdynamik im Gesundheitswesen auch künftig Schritt halten zu können, benötigt das Stadtspital eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit und zusätzlichen Handlungsspielraum. Im Herbst 2017 hat sich der Stadtrat für eine Überführung der Stadtspitäler in eine öffentlich-rechtliche Anstalt ausgesprochen. Der Stadtrat hält nach wie vor an dieser Position fest. Als Eigentümerin trägt die Stadt die Verantwortung, dass das Stadtspital Waid und Triemli in der neuen Rechtsform erfolgreich und stabil fortbestehen kann. Zwingende Voraussetzungen dafür sind gesunde Finanzen, Sicherung der kantonalen Leistungsaufträge sowie eine erfolgreiche Positionierung durch Umsetzung der Angebotsstrategie. Erst danach kann eine Überführung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt erfolgsversprechend angegangen werden, voraussichtlich ab 2023.



Der FC Wiedikon sucht Juniorinnen

17. September 2019 | von | Kategorie: Aktuell, Freizeit & Sport

FCW-Juniorinnen



Aus dem «Falcone» wird wieder der «Falken»

25. Juni 2019 | von | Kategorie: Restaurants

Vom «Hardhof» am Albisriederplatz zum «Falcone» in Wiedikon: Ab März 2020 übernimmt das Duo Céline Tschanz und Florian Bobst das städtische Restaurant bei der Schmiede Wiedikon. Das neue Mieterpaar wird dem traditionsreichen Gasthof seinen alten Namen – «Falken» – zurückgeben.

Seit fast 400 Jahren wird im «Falken» gewirtet. 1897 wurde dort die Zunft Wiedikon gegründet, die noch heute ein Gastrecht geniesst. 1907 erwarb ihn die Stadt, um ihn dem Quartier zu erhalten. In den neunziger Jahren erhielt das Lokal im Spickel zwischen Birmensdorfer- und Zurlindenstrasse den Namen «Falcone». Im Frühling 2020 wird daraus wieder der «Falken», wenn eine neue Mietpartei das Restaurant mit Saal und Gartenterrasse übernimmt. Die Neuen, das sind Céline Tschanz und Florian Bobst. Die Beiden haben nach einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten, weil sie mit ihrem quartiernahen Konzept überzeugten und weil sie an ihrem heutigen Wirkungsort bewiesen haben, dass sie ein solches Konzept auch erfolgreich umsetzen können.

Céline Tschanz und Florian Bobst führen seit bald sechs Jahren das Restaurant «Hardhof» am Albisriederplatz, dem sie zu einem guten Ruf als Quartierbeiz mit sorgfältiger, preiswerter Küche verholfen haben – im Gastro-Führer «Zürich geht aus» ist es in der Kategorie «Gemütliche Beiz für Geniesser» regelmässig auf den vordersten Plätzen zu finden. Im «Falken» soll es im ähnlichen Stil weitergehen, mit Gerichten aus saisonalen Produkten, die nach Möglichkeit regional eingekauft werden.

Der jetzige Mieter wird das «Falcone» noch bis Ende Jahr führen. Für Januar/Februar 2020 sind verschiedene Unterhaltsarbeiten vorgesehen, im März 2020 soll das Restaurant wieder eröffnet werden.



«Mein Zürich im Alter» – Sagen Sie Ihre Meinung!

25. Juni 2019 | von | Kategorie: Aktuell, Gesundheit & Soziales

Zürichs Altersstrategie wird neu ausgerichtet: Auf www.mein-zuerich-im-alter.ch ist die Bevölkerung eingeladen ihre Vorstellungen und Ideen für eine altersfreundliche Stadt Zürich einzubringen.

Mein Zürich im AlterDie Stadt Zürich erarbeitet eine neue Altersstrategie. Nach der Mitwirkungsveranstaltung im Mai, an der rund 200 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Genossenschaften, Organisationen der Altersarbeit, der Stadtverwaltung Zürich und aus der Bevölkerung teilgenommen haben, startet nun die zweite Partizipationsphase.

Auf www.mein-zuerich-im-alter.ch sind alle gefragt

«Nur wenn wir die Bevölkerung direkt fragen, erfahren wir mehr über ihre Bedürfnisse und Vorstellungen und können diese bei der Erarbeitung der neuen Altersstrategie berücksichtigen. Ich bin überzeugt, dass wir so langfristig die besten Lösungen finden», sagt Stadtrat Andreas Hauri. Auf www.mein-zuerich-im-alter.ch stehen verschiedene Themen zur Diskussion: «So will ich wohnen», «Unterwegs in der Stadt», «Finanzielles», «Leben im Quartier», «Miteinander und füreinander», «Was heisst schon alt» und «Übersichtliche Angebote». Interessierte können sich zu einem oder mehreren Themen äussern, eigene Ideen und Anliegen platzieren oder bestehende Beiträge kommentieren. Alle Inhalte werden am Schluss ausgewertet und fliessen in die Erarbeitung der neuen Altersstrategie ein.



Schul-Pavillon auf der Küngenmatt

31. Mai 2019 | von | Kategorie: Baubewilligungen, Bauen & Wohnen

Der Stadtrat hat 3,288 Millionen Franken für die Erstellung eines zusätzlichen Schul-Pavillon auf der Schulanlage Küngenmatt bewilligt. Der Züri-Modular-Pavillon (ZM)  ist auf der östlichen Seite des Rasenspielfelds parallel neben dem dort bestehenden ZM vorgesehen und soll unter anderem drei Klassenzimmer und drei Betreuungsräume beinhalten. Der Pavillon auf der Schulanlage Küngenmatt soll im Herbst 2020 bezugsbereit sein.

Küngenmatt

Medienmitteilung der Stadt Zürich



Drei Tote in einer Wohnung im Kreis 3

31. Mai 2019 | von | Kategorie: Unfälle & Verbrechen

Am Freitagmorgen, 31. Mai 2019, nahm ein bewaffneter 60-jähriger Mann in einer Wohnung im Kreis 3 zwei Frauen als Geiseln. Rund drei Stunden später fielen in der Wohnung Schüsse.

Um 05.22 Uhr meldete Schutz & Rettung Zürich der Notrufzentrale der Stadtpolizei, dass sich eine Frau telefonisch bei ihnen gemeldet habe, die Hilfe benötige. Praktisch parallel dazu meldete sich eine Anruferin bei der Stadtpolizei und erklärte, dass sie jemanden im Nachbarhaus um Hilfe schreien höre. Aufgrunddessen trafen um 05.28 Uhr die ersten Einsatzkräfte der Stadtpolizei am Döltschiweg 55 ein. In der Folge nahm ein Mann mit den Polizisten Kontakt auf, indem er aus dem Fenster zu ihnen sprach. Er gab an, zwei Frauen in seiner Gewalt zu haben und drohte damit, die beiden zu erschiessen, wenn sich die Polizei nicht sofort zurückziehe. Inzwischen trafen weitere Polizeikräfte, darunter auch die Interventionseinheit Skorpion und Spezialisten der Verhandlungsgruppe,ein, die sich im Hintergrund hielten und Kontakte in die Wohnung aufnahmen. Parallel dazu wurde die Örtlichkeit grossräumig von uniformierten Polizisten abgesperrt.

Beim letzten Kontakt um 08.30 Uhr erklärte der Geiselnehmer, dass er in 10 Minuten aufgebe und sich der Polizei stellen werde. Wenig später fielen mehrere Schüsse in der Wohnung, was dazu führte, dass die Interventionseinheit Skorpion die Wohnung stürmte. Die Polizisten trafen auf drei schwerst verletzte Personen, zwei Frauen und einen Mann. Trotz sofortigen Reanimationsversuchen verstarben alle drei noch vor Ort. Die mutmassliche Tatwaffe, eine Faustfeuerwaffe, wurde sichergestellt.

Die genauen Hintergründe und der Tathergang sind Gegenstand der laufenden Abklärungen, die durch die Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität und die Kantonspolizei Zürich geführt werden.

Beim verstorbenen Mann handelt es sich um einen 60-jährigen Schweizer. Die beiden Frauen, deren Nationalitäten noch nicht einwandfrei feststehen, sind 34 und 38 Jahre alt.

Im Einsatz standen nebst der Stadt- und Kantonspolizei Zürich auch das Forensische Institut Zürich und das Institut für Rechtsmedizin. Die Sanität von Schutz & Rettung Zürich war mit drei Rettungswagen, sechs Rettungssanitätern und zwei Notärzten im Einsatz.