Die Online-Quartierzeitung für Zürich 3.

Verzicht auf 2. Geothermiebohrung

10. Februar 2010 | von | Kategorie: Aktuell
Geothermie_100210

Bild: Webcam ewz

Die Nutzung von tiefer Erdwärme erscheint im Triemli-Quartier nicht in grösserem Umfang möglich, schreibt der Zürcher Stadtrat in einer Medienmitteilung. Der vorsorgliche Kredit für eine zweite Bohrung, den die Stimmberechtigten bewilligt haben, wird daher nicht gebraucht. Der Stadtrat lässt aber die Erkundungsbohrung weiterführen, um zusätzliche Erkenntnisse für die Zukunft der Geothermie in Zürich zu gewinnen und um abzuklären, ob allenfalls die Wärme aus dem Bohrloch nutzbar ist. Er hat dafür Ausgaben von knapp 2,5 Millionen Franken bewilligt. Sie gehen zu Lasten der Krediterhöhung, welche die Stimmberechtigten im November 2009 bewilligt haben. Die Bohranlage wird voraussichtlich noch bis Mitte März im Einsatz stehen.

Zuwenig Erwärme vorhanden
Zur Zeit erforscht das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) im Triemli-Quartier mit einer Erkundungsbohrung den Untergrund von Zürich. Am 8. Februar betrug die Bohrtiefe 2550 Meter.  Es gibt aber keine Hinweise, dass in den Gesteinsschichten Wasser vorhanden ist, das von der Menge und Temperatur her für eine wirtschaftlich sinnvolle Wärmenutzung ausreichen würde. Die Chance einer zweiten Bohrung, für welche die Stimmberechtigten im November 2009 vorsorglich einen Kredit bereitgestellt haben, hat sich nicht geboten. Der Stadtrat verzichtete deshalb auf eine zweite Bohrung, die für weitere Abklärungen und zur Erschliessung der Wärme notwendig gewesen wäre.

Weitere Informationen zum Geothermieprojekt: ewz

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