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Binz: Kleingewerbe unter mehr Druck

30. November 2009 | von | Kategorie: Aktuell, Politik

BinzDer Stadtrat erwartet, dass produzierende Betriebe sowie kleingewerbliche und kreative Nischen im Gebiet Binz zunehmend unter Druck geraten. Aufgrund des herrschenden Marktumfeldes sei davon auszugehen, dass wertschöpfungsschwächere Unternehmen zunehmend Mühe bekunden, in der Stadt Zürich bezahlbare Räumlichkeiten zu finden. Bei einer Beibehaltung der geltenden bau- und zonenrechtlichen Bestimmungen in der Binz («Industriezone mit Zulassung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben») und einer anhaltenden Nachfrage nach Arbeitsflächen sei von einer kontinuierlichen Nutzungsverschiebung Richtung Dienstleistung und Handel auszugehen.

Stadtrat will gute Rahmenbedingungen schaffen
Dies schreibt der Stadtrat in Beantwortung eines Postulats von Monjek Rosenheim. Der FDP-Gemeinderat wollte vom Stadtrat wissen, wie das Gebiet Binz bezüglich Zuzug von zusätzlichen Firmen/KMU und den damit verbundenen Arbeits- und Lehrstellen gefördert bzw. noch attraktiver gemacht werden kann. Gemäss Stadtrat liegt die Bedeutung des Gewerbes für die Stadt in der Vielfalt der Branchen, Betriebsformen und Arbeitsplätze, dem Lehrstellenangebot, dem Lokalbezug, den kurzen Wegen oder der Krisenresistenz. Der Stadtrat habe sich deshalb in seinen 2007 veröffentlichten «Strategien Zürich 2025» zu einer «Pflege des Industriestandortes und BasislagerFörderung von zukunftsfähigen Betrieben» bekannt. Dazu zähle auch die Kreativwirtschaft. Der Stadtrat sei gewillt, für solche Betriebe gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Er begrüsse auch private Initiativen wie die kürzlich erstellte Container-Siedlung der Swiss-Life, die der Kreativwirtschaft unkompliziert und kostengünstig Räume zur Verfügung stellt.

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