Die Online-Quartierzeitung für Zürich 3.

Beiträge getaggt mit ‘ Uetliberg ’

Uto Kulm: Überarbeiteter Gestaltungsplan liegt öffentlich auf

23. November 2015 | von | Kategorie: Aktuell

Die Baudirektion hat den kantonalen Gestaltungsplan «Uto Kulm» überarbeitet, nachdem dieser im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens zurückgewiesen worden war. Der angepasste Gestaltungsplan liegt nun vom 20. November 2015 bis 18. Januar 2016 öffentlich auf.

20150422_164345Der Uetliberg mit dem Uto Kulm ist für die Zürcher Bevölkerung ein wichtiges Naherholungsgebiet. Als Bestandteil der Albiskette-Reppischtal ist er zudem ein Objekt im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Der Gastgewerbebetrieb Uto Kulm und das dazugehörige Grundstück sind im Privat­eigentum, die Bevölkerung ist jedoch an der Nutzbarkeit des Aussenraums interessiert. Für die Öffentlichkeit ist die Zugänglichkeit grundsätzlich gewährleistet, rechtlich ist der Anspruch durch Einträge im regionalen und im kantonalen Richtplan gesichert. Der Kantonsrat hat 2010 den für die Öffentlichkeit wichtigen Teil des Uto Kulm im kantonalen Richtplan einem Erholungsgebiet zugeteilt und der Verwaltung den Auftrag erteilt, dafür einen kantonalen Gestaltungsplan festzusetzen.

Die Baudirektion hat den Gestaltungsplan «Uto Kulm» erarbeitet und diesen am 6. Februar 2012 festgesetzt. Im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens wurde dieser jedoch in zweiter Instanz durch das Verwaltungsgericht an die Baudirektion zurückgewiesen. Bemängelt wurde, dass der Gestaltungsplan einen zu weit gehenden und daher unzulässigen Eingriff in die Schutzziele und in den Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet bewirke. Während der anschliessenden Überarbeitung, die auf den Erkenntnissen aus den Rechtsmittelverfahren basierte, konnte sich die Grundeigentümerin Hotel Uto Kulm AG zu den Änderungen äussern. Zudem wurden die betroffenen Gemeinden (Stallikon, Uitikon und Zürich) sowie die an den Rechtsmittelverfahren beteiligten Umweltorganisationen über die geplanten Anpassungen informiert.

Interessenabwägung vorgenommen
Der nun vorliegende Entwurf definiert die öffentlich zugänglichen Flächen, die zulässigen Bauten des Gastgewerbebetriebes und die Art der Nutzungen der einzelnen Bereiche. Zudem wird die Anzahl der Fahrten auf den Uto Kulm begrenzt und kontrolliert. Parallel zum Gestaltungsplan sind im sogenannten Nutzungsvertrag die Rechte und Pflichten aller Beteiligten (Grundeigentümerin und Gemeinwesen) zu regeln. Dort werden unter anderem die öffentlichen Nutzungen, die Erschliessung, die Kostenbeteiligung sowie der Betrieb und Vollzug festgelegt. Inhaltlich ist der Gestaltungsplan auf die zurzeit ebenfalls aufliegende Schutzverordnung für den Uetliberg abgestimmt.Bei der Überarbeitung musste eine Interessenabwägung vorgenommen werden: Die Auswirkungen auf das BLN-Objekt sollten minimiert, die Interessen der Erholungs­suchenden angemessen umgesetzt und die Eigentumsrechte der Grundeigentümerin gewahrt werden. Gegenüber der ursprünglichen Gestaltungsplanversion konnte eine Verbesserung hinsichtlich des BLN-Objekts erreicht werden: Auf der Terrasse besteht kein Baubereich mehr, Helikopterflüge sind nicht mehr zulässig, die Beleuchtungsmöglichkeiten wurden eingeschränkt. Die Beleuchtungsvorschriften sind jedoch noch nicht auf die vorsorglichen Massnahmen gemäss Entscheid des Baurekursgerichts vom 10. November 2015 abgestimmt. Diesbezüglich gilt es, das ausstehende Gutachten der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) abzuwarten. Im Weiteren wurde das Fahrtenkontingent beibehalten. Die öffentlich zugängliche Fläche ist nach wie vor gesichert.Hingegen kann die Eigentümerin künftig bei der Benutzung des Aussichtsturms und der WC-Anlage eine Gebühr erheben. Zudem sind auf den Aussenflächen künftig zusätzliche temporäre Nutzungen möglich. Die Rahmenbedingungen für die zulässigen Veranstaltun­gen wurden jedoch eng gesetzt. Durch diese konkreten Vorgaben erhalten sowohl der Gastgewerbebetrieb als auch die Öffentlichkeit bei den Veranstaltungen Rechtssicherheit. Somit muss nicht mehr bei jedem Anlass über grundlegende Regelungen verhandelt werden und die maximalen Veranstaltungstage sind abschliessend definiert.Der Gestaltungsplan liegt vom 20. November 2015 bis 18. Januar 2016 öffentlich auf und kann zu den üblichen Öffnungszeiten bei der Verwaltung eingesehen werden. Während der Auflagefrist kann sich jedermann zu den Entwürfen äussern. Voraussichtlich im Frühling 2016 sollen die Ergebnisse der öffentlichen Auflage ausgewertet und die Überarbeitung der Planvorlagen abgeschlossen sein. Letztlich wird der Gestaltungsplan durch die Baudirektion festgesetzt. Vorbehältlich allfälliger Rechtsmittel tritt er voraussichtlich Mitte 2016 in Kraft.

Die besagten Unterlagen sind unter www.are.zh.ch abrufbar.



Zeitgemässer Schutz der Uetliberg-Landschaft

13. November 2015 | von | Kategorie: Natur und Landschaft

Das Gebiet Uetliberg ist eine wertvolle naturnahe Landschaft vor den Toren der Stadt Zürich. Es zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere aus, gleichzeitig ist es ein attraktives Erholungsziel für die Menschen. Die Baudirektion hat unter Einbezug der betroffenen Gemeinden, Grundeigentümer, Bewirtschafter und verschiedener Interessengruppen die Schutzverordnung Uetliberg erarbeitet. Der Entwurf liegt vom 11. November bis am 10. Dezember 2015 öffentlich auf.

Das weitgehend bewaldete Gebiet Uetliberg bildet den nördlichen Abschluss der Albis-Bergkette, eines markanten Molassebergrückens zwischen den engen Tälern der Sihl und der Reppisch. Es schliesst den Landschaftsteil mit ein, der vom Uetliberg über das Albisgüetli und den Höckler bis in die Allmend Brunau vorstösst. Dieses ganzjährig attraktive Erholungsgebiet für den Grossraum Zürich trägt zusammen mit anderen naturnahen Räumen wie dem Pfäffikersee oder dem Tössbergland wesentlich zur hohen Lebensqualität im Kanton Zürich bei.

Das Gebiet zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Lebensräumen für eine reichhaltige, zum Teil stark bedrohte Tier- und Pflanzenwelt aus. Da dieser Landschaftsraum kaum durch Strassen und Infrastrukturanlagen zerschnitten ist, ist die biologische Durchlässigkeit und Vernetzung gut gewährleistet. Am Uetliberg und Albis findet sich zudem eines der grössten Eibenvorkommen Europas. Wegen seiner ausserordentlichen geologischen, biologischen, kulturhistorischen und landschaftlichen Werte ist das Gebiet bereits seit 1983 als Landschaft und Naturdenkmal von nationaler Bedeutung aufgeführt.

 Eigenart des Gebiets für künftige Generationen bewahrenDer kantonale Richtplan sowie das Planungs- und Baugesetz verpflichten den Kanton Zürich, Schutzmassnahmen für das Gebiet Uetliberg zu treffen. Mit der Schutzverordnung (SVO) soll auf die Bedürfnisse der heutigen Zeit mit ihren vielfältigen Ansprüchen an die Landschaft und die Natur eingegangen werden. Dabei sind die Hauptfunktionen Erholung, Natur- und Landschaftsschutz sowie Land- und Forstwirtschaft von besonderer Bedeutung. Die SVO Uetliberg hat zum Ziel, die landschaftliche Eigenart des Gebiets mit den vorhandenen Naturwerten auch für künftige Generationen zu bewahren.Bei der Erstellung von Schutzverordnungen legt der Kanton besonderes Gewicht auf den Einbezug aller Beteiligten. Die Erarbeitung der ersten Etappe der SVO erfolgte in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden, Grundeigentümern, Bewirtschaftern und verschiedenen Interessengruppen.

 Abstimmen der verschiedenen Schutz- und NutzerinteressenDer nun vorliegende Entwurf der ersten Etappe stimmt die verschiedenen Schutz- und Nutzerinteressen aufeinander ab. Er zeigt auf, welche Schutzziele erreicht werden sollen und wie das Gebiet künftig genutzt werden kann. Mit Hilfe von Bestimmungen, die den heutigen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst sind, soll die Landschaft weiterhin Raum für abwechslungsreiche Landschaftserlebnisse und verschiedenartige Erholungsaktivitäten bieten. Zudem soll die wertvolle Kulturlandschaft erhalten bleiben sowie die Land- und Forstwirtschaft zeitgemäss und nachhaltig wirtschaften können.Vom 11. November bis 10. Dezember 2015 liegt der Entwurf bei den Gemeindeverwaltungen Uitikon und Stallikon sowie bei der Stadt Zürich und bei der kantonalen Baudirektion in Zürich öffentlich auf. Während der Auflage können alle Personen zum Entwurf Stellung nehmen. Die Baudirektion prüft die Begehren vor dem Erlass der Schutzverordnung.

Sprechstunde: Dienstag, 24. November 2015, 14.00 – 18.00 Uhr: Kantonale Verwaltung, Stampfenbachstrasse 12, Zürich, Sitzungszimmer 402.


Schwellen im Döltschibach müssen ersetzt werden

13. November 2015 | von | Kategorie: Bauen & Wohnen

Insgesamt 95 Schwellen, die dem Schutz vor Hochwasser dienen, müssen im Döltschibach ersetzt werden. Während dieser Zeit bleibt das beliebte Ausflugsziel Friesenburg an Wochenenden begehbar.

Vor 60 Jahren wurden im Döltschibach an der steilen Nordostflanke des Uetlibergs insgesamt 120 Schwellen eingebaut. Sie reduzieren die Fliessgeschwindigkeit dieses Wildbachs und verhindern im Falle eines Hochwassers die Tiefenerosion, die grosse Schäden anrichten könnte. Gleichzeitig stabilisieren die Schwellen den Bach. 95 davon sind in einem schlechten Zustand und werden nun ersetzt. Die Arbeiten in diesem steilen, unter Naturschutz stehenden Gelände sind sehr anspruchsvoll: Amphibien müssen umgesiedelt und das Wasser stellenweise umgeleitet werden. Auch sind entlang des Baches einzelne Bäume zu fällen. Deshalb beginnen die Arbeiten in der Vegetationsruhezeit. Pro Tag lassen sich im Schnitt drei Schwellen ersetzen. Die Bauarbeiten beginnen am 9. November und dauern voraussichtlich bis Herbst 2016. Um Fauna und Flora so wenig wie möglich zu belasten, werden die Arbeiten in mehreren Etappen ausgeführt. Der Gesamtkredit für die Arbeiten beträgt 3,69 Millionen Franken.

Beliebtes Naherholungsgebiet kann weiter genutzt werden

Bei der Projektentwicklung hat das Tiefbauamt darauf geachtet, die Einschränkungen für Wandernde so gering wie möglich zu halten. So steht beispielsweise der beliebte Hohensteinweg während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt zur Verfügung. Dasselbe gilt für alle Biketrails. Hingegen muss der Friesenburgweg im Abschnitt Hohensteinweg bis zum Friesenberg gesperrt werden, weil dort, teilweise mit Seilzügen, Baumaterialtransporte stattfinden. An den arbeitsfreien Wochenenden ist der Weg zur Ruine Friesenburg aber begehbar. Signalisationen vor Ort weisen auf die Situation hin.



Sanierter Spielplatz Hohenstein und Biketrail Triemli

26. Juni 2012 | von | Kategorie: Aktuell

Grün Stadt Zürich hat den Spielplatz Hohenstein komplett saniert und den Biketrail Triemli in Zusammenarbeit mit dem Verein Züritrails wieder in Schuss gebracht.

120621_mm_spielplatz_hohenstein_biketrail_triemli_sanierter_spielplatz_hohenstein_uetlibergDer Spielplatz Hohenstein wies in letzter Zeit deutliche Spuren der Abnützung auf. Die Spielgeräte aus Holz waren zum Teil morsch und mussten abgebaut werden. Deshalb hat das Waldrevier Uetliberg von Grün Stadt Zürich den Spielplatz komplett saniert und mit neuen Spielmöglichkeiten ausgestattet. Wahrzeichen des sanierten Spielplatzes ist ein Eisenbahnzug mit einer Lokomotive aus Baumstämmen, der von den Forstmitarbeitenden in Eigenregie entworfen und gebaut wurde.
Der Biketrail Triemli seinerseits wurde dieses Jahr von Grün Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit Freiwilligen des Vereins Züritrails für die Sommersaison wieder hergerichtet und ausgebessert.

Uetbliberg-Charta

Am diesjährigen Internationalen Tag des Waldes, am 21. März 2012, haben sich die unterzeichneten Vereine und Organisationen erneut auf die gemeinsam ausgehandelten Grundsätze der Übereinkunft verpflichtet. Damit soll das friedliche Neben- und Miteinander der verschiedensten Anspruchsgruppen erreicht und die Funktion des Uetlibergs als wichtiger Erholungs-, Natur-, Bildungs- und Wirtschaftsraum in Erinnerung gerufen werden.Passantinnen und Passanten, die ihr Einverständnis mit den Grundsätzen der Uetliberg-Charta zum Ausdruck bringen möchten, sind eingeladen, neben der Tafel einen Stein oder sonst einen Gegenstand aus der Natur zu deponieren. Das stetige Wachsen des Steinhaufens verdeutlicht die breite Unterstützung der Ziele der Uetliberg-Charta.



Mann beim Schlitteln verunfallt und schwer verletzt

27. Dezember 2011 | von | Kategorie: Unfälle & Verbrechen

Am Sonntagabend, 18. Dezember 2011, zog sich ein Mann im Kreis 3 anlässlich eines Schlittelunfalles schwere Verletzungen zu.

Gegen 19:30 Uhr begaben sich zwei Männer mit ihren Schlitten auf den gesperrten Schlittelweg am Uetliberg und fuhren einzeln und mit Abstand in die Tiefe. Während der Fahrt prallte offenbar der Hintere der beiden, ein 27-jähriger Deutscher, in einen Findling und blieb verletzt liegen. Der vor ihm gestartete Kollege alarmierte unmittelbar nach dem Unfall die Rettungskräfte. Mit der Sanität von Schutz & Rettung Zürich musste der Verunfallte ins Spital gebracht werden. Dort stellte sich heraus, dass der Mann nebst Knochenbrüchen auch innere Verletzungen erlitten hat. Er befindet sich im Moment auf der Intensivstation.



Naturschutzmassnahmen für die Uetlibergkette

3. Dezember 2009 | von | Kategorie: Natur und Landschaft

Der Stadtrat hat Naturschutzmassnahmen erlassen für die sechs besonders wertvollen Teilgebiete Hueb, Rossweidliegg (Wiedikon), Höckler (Magerwiesen und Obstgarten), Ankenweid, Falätsche und Leiterli. Denn für die Uetlibergkette von Leimbach bis zur Waldegg fehlte bisher eine umfassende Schutzverordnung. Ziel ist die Erhaltung der Lebensräume seltener und geschützter Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist Teil des Objektes 1306 «Albiskette-Reppischtal» aus dem Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Es umfasst weitere Objekte von nationaler, kantonaler und kommunaler Bedeutung. Eine das ganze Gebiet umfassende kommunale Verordnung ist für einen späteren Zeitpunkt geplant.