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Leistungskonzentration im Stadtspital Triemli

20. Mai 2011 | von | Kategorie: Gesundheit & Soziales

Die Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des Stadtspitals Triemli wird sich ab Herbst 2011 auf die Akut-Rheumatologie konzentrieren. Grundlagen des Entscheids sind der stetig wachsende Kostendruck und die Neugestaltung der Leistungsaufträge mit der Verpflichtung zur Trennung von Akut- und Rehabilitationsangebot. Den betroffenen Mitarbeitenden bietet das Stadtspital Triemli nach Möglichkeit eine Beschäftigung in anderen Abteilungen an.

Die Leitung des Stadtspitals Triemli hat beschlossen, in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation das Angebot künftig auf die Akut-Rheumatologie zu konzentrieren. Patientinnen und Patienten mit akuten Schmerzzuständen des Bewegungsapparates, mit Wirbelsäulenerkrankungen wie Diskushernien und Spinalkanal-Einengungen, mit Arthrose und Gelenksentzündungen, aber auch mit osteoporosebedingten Frakturen, werden weiterhin im Stadtspital Triemli behandelt und betreut. Die Leistungen der weiterführenden Rehabilitation sollen hingegen ausgelagert werden. «Wir haben diesen Entscheid nach sorgfältigem Abwägen aller Fakten getroffen. Eine Leistungskonzentration ermöglicht uns, die frei werdenden Ressourcen innerhalb des Spitals an wichtigen Stellen einzusetzen, wo wir heute personell unterbesetzt sind», sagt Spitaldirektor Erwin Carigiet.

Der Hauptgrund für diese Konzentration liegt im stetig wachsenden Kostendruck, einerseits durch die bevorstehende Einführung der Fallpauschalen DRG und andererseits durch die Sparvorgaben von Stadt und Kanton. «Trotz eines bereits im letzten Jahr lancierten Programms zur Effizienzsteigerung fordert uns der Kostendruck sehr», erklärt Erwin Carigiet. Für diesen Entscheid ebenso massgeblich war die Neugestaltung der Leistungsaufträge im Rahmen der Spitalplanung 2012. Diese verlangen unter anderem eine klare Trennung von Akut- und Rehabilitationsangebot. So ergab die vertiefte Analyse im Rahmen der Bewerbung um den Leistungsauftrag Rehabilitation, dass sich die zusätzlichen Kosten – beispielsweise für die räumliche Trennung oder die separate Rechnungsführung – für das Stadtspital Triemli nicht rechtfertigen lassen.

Damit die Patientinnen und Patienten auch in Zukunft von qualitativ hochstehenden
Reha-Leistungen profitieren, wird das Triemlispital seine Kompetenz in der Drehscheibenfunktion zwischen Akutmedizin und Reha-Leistungen in Zukunft noch verstärkt
einbringen. Dazu wird die bis anhin schon enge Zusammenarbeit mit nachgelagerten Reha-Anbietern in der Region intensiviert. Erste Verhandlungen in diesem Zusammenhang haben bereits stattgefunden.

Die Massnahme betrifft etwa 20 Stellen. Aufgrund natürlicher Fluktuationen und interner Stellenwechsel geht die Spitalleitung heute davon aus, dass keine Entlassungen notwendig sein werden. Sollte es wider Erwarten dennoch Härtefälle geben, bietet das Stadtspital Triemli den betroffenen Mitarbeitenden sozialverträgliche Individuallösungen an. Die Leistungskonzentration wird nun in die Wege geleitet und erfolgt schrittweise. Sie soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

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